Oberbegriff für Baustoffe, die aus natürlichen, keramischen Rohstoffen hergestellt und gebrannt werden.
Man unterscheidet zwischen den beiden Werkstoffeigenschaften:
1. Hohe Wasseraufnahme
2. Niedrige Wasseraufnahme.
Bei der ersten Gruppe, wozu die Steingutfliesen gehören, ist der Scherben porös, die Poren offen, er ist nicht frostbeständig und hat einen dumpfen Klang. Dieser Scherben kann mit den verschiedensten Techniken verziert werden und ist grundsätzlich glasiert.
Zur zweiten Gruppe gehören die Steinzeugfliesen. Sie bestehen aus einem Scherben mit niedriger Wasseraufnahme. Dieser Scherben ist dicht, hat geschlossene Poren, ist frostbeständig und hat einen hellen Klang. Steinzeugfliesen gibt es in glasierter und unglasierter Form.
(siehe auch Anwendungsbereich, Keramische Fliesen)
Dünne Platten aus Keramik, die als Belag für Böden oder Verkleidungen für Wände verwendet werden (Definition nach DIN EN 87).
Diese sind klassifiziert in die Gruppen:
A: Stranggepreßte Platten
B: Trockengepreßte Platten
C: Nach anderen Verfahren (wie z.B."Gießen") hergestellte Fliesen.
Die trockengepreßten Fliesen sind wiederum klassifiziert nach der Fähigkeit zur Wasseraufnahme, wobei hierbei wieder zwischen glasierten und unglasierten Fliesen unterschieden wird.
B I a: 0 < E < 0.5 % --> Ungl. u. glasiertes Steinzeug
B I : 0 < E < 3.0 % --> Ungl. u. glasiertes Steinzeug
B II a: 3.0 < E < 6.0 % --> Ungl. u. glasiertes Halbsteinzeug
B II b: 6.0 < E < 10 % --> Ungl. u. glasiertes Halbsteinzeug
B III : 10 < E < 20 % --> Glasiertes Steingut
(siehe auch Keramik (Baukeramik))
Die Zeitspanne, während der die Fliesen in der frischen Bettung durch Verschieben nachgerichtet werden können, ohne daß die Haftung gestört oder gemindert wird.
Ein spezieller Herstellungsprozess, bei dem die Oberfläche des unglasierten Steinzeuges so dicht wird, daß sie fleckbeständig ist.
Eine Nachbehandlung mit CARROGARD oder ähnlichen Imprägniermitteln darf hier nicht vorgenommen werden, weil die Imprägnierflüssigkeit nicht mehr in die Keramik eindringen kann und so als schmutzbindender Film auf der Oberfläche verbleibt.
Mineralisches Sedimentgestein, das durch Verwitterung von Feldspäten entsteht. Wichtiger Rohstoff für die Keramik.